Auf einer Konferenz entscheidet die Beschilderung darüber, ob sich Teilnehmer souverän bewegen oder ständig nach dem Weg fragen. Ein durchdachtes Wegeleitsystem nimmt Druck vom Empfangsteam, vermeidet Verspätungen in den Sälen und trägt das Branding der Veranstaltung an jeder Ecke sichtbar mit.

Das sollten Sie wissen

  • Ein Wegeleitsystem reicht vom Empfang über Wegweiser bis zur Raumbeschilderung.
  • Faustregel: rund 3,5-4 m Sichtdistanz pro 1 cm Buchstabenhöhe.
  • Schilder gehören in Augenhöhe (etwa 150-170 cm) und an Entscheidungspunkte.
  • Ein einheitliches Design verbindet Orientierung und Branding.

Welche Schilder eine Konferenz braucht

Ein vollständiges Wegeleitsystem besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Elementen. Am Eingang sorgen Empfangs- und Willkommensschilder, Roll-Ups oder großflächige Plakate für den ersten Eindruck und die erste Orientierung. An Kreuzungspunkten weisen Wegweiser mit Richtungspfeilen den Weg, an den Türen kennzeichnen Raum- und Saalschilder die einzelnen Programmpunkte. Hinzu kommen Hinweise zu Garderobe, Catering, Sanitär und Notausgängen. Für große Flächen eignen sich Konferenzplakate, Großflächenplakate und Roll-Ups, die flexibel platziert werden können.

Dimensionierung und Lesbarkeit

Ein Schild nützt nur, wenn es rechtzeitig gelesen wird. Als praktische Faustregel gilt eine Sichtdistanz von etwa 3,5 bis 4 Metern pro Zentimeter Buchstabenhöhe: Wer ein Schild aus zehn Metern lesbar machen will, braucht also rund 2,5 bis 3 cm hohe Buchstaben. Montiert werden Schilder idealerweise in Augenhöhe, also etwa 150 bis 170 cm, und an den Punkten, an denen Menschen eine Entscheidung treffen. Klare Pfeile, kurze Begriffe und ein hoher Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund erhöhen die Lesbarkeit zusätzlich.

In Zahlen

  • 3,5-4 m: Sichtdistanz pro 1 cm Buchstabenhöhe (Faustregel für die Schildgröße).
  • 150-170 cm: empfohlene Montagehöhe in Augenhöhe.
  • ÖNORM EN 13501-1: relevante Brandschutz-Klassifizierung für Materialien in Veranstaltungsräumen.

Quelle: branchenübliche Fachangaben sowie ÖNORM EN 13501-1, 2023-2026. Richtwerte; maßgeblich sind die Vorgaben der jeweiligen Location.

Material, Innen und Außen, Normen

Material und Ausführung richten sich nach dem Einsatzort. Im Innenbereich kommen Karton, Foamboard, kaschierte Plakate oder Roll-Ups zum Einsatz, im Außenbereich wetterfeste Materialien wie Banner und Hartschaumplatten. Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: In Veranstaltungsräumen gelten Brandschutzanforderungen. Für Materialien in Innenräumen ist die Klassifizierung nach ÖNORM EN 13501-1 relevant, weshalb sich ein Blick auf die Vorgaben der Location lohnt. Klären Sie früh mit dem Veranstaltungsort, welche Befestigungen erlaubt sind, damit die Montage termingerecht und ohne Schäden abläuft.

Einheitliches Design statt Schilderchaos

Ein Wegeleitsystem wirkt erst dann professionell, wenn alle Schilder dieselbe Sprache sprechen: gleiche Schrift, gleiche Farben, gleiches Logo, gleiche Pfeil-Logik. So wird aus der reinen Orientierung ein Teil des Markenauftritts, und die Konferenz wirkt aus einem Guss. Wie ein durchgängiges Erscheinungsbild über alle Materialien hinweg gelingt, lesen Sie im Beitrag einheitliches Event-Branding. Auch die Pressewand und die Beschilderung sollten zueinander passen, damit Fotos und Wege denselben Eindruck vermitteln.

Nachhaltigkeit und Umsetzung

Beschilderung lässt sich nachhaltig planen: FSC-zertifizierter Karton und Recyclingmaterialien für Innenschilder, wiederverwendbare Roll-Up-Systeme mit austauschbarem Druck und neutrale, mehrfach nutzbare Wegweiser ohne Datumsbezug. Damit das gesamte Set termingerecht und im einheitlichen Design bereitsteht, bündelt das Konferenz-PrintSet die zentralen Materialien in einer Bestellung mit einem Liefertermin. Für kurzfristige Termine ist eine Expressproduktion in 48 Stunden mit Lieferung nach Wien und Graz möglich. Zu nachhaltigen Papier- und Materialoptionen beraten wir Sie gerne; mehr dazu unter Nachhaltigkeit und über Kontakt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Schilder braucht eine Konferenz mindestens?

Empfangs- und Willkommensschilder, Wegweiser an Kreuzungspunkten, Raum- und Saalbeschilderung sowie Hinweise zu Garderobe, Catering, Sanitär und Notausgängen. Für große Flächen eignen sich Plakate und Roll-Ups.

Wie groß muss die Schrift auf einem Schild sein?

Als Faustregel gilt eine Sichtdistanz von rund 3,5 bis 4 Metern pro Zentimeter Buchstabenhöhe. Für zehn Meter Leseabstand sind also etwa 2,5 bis 3 cm hohe Buchstaben sinnvoll.

In welcher Höhe sollten Schilder hängen?

Idealerweise in Augenhöhe, also etwa 150 bis 170 cm, und an Entscheidungspunkten, an denen Teilnehmer die Richtung wählen. So werden die Hinweise rechtzeitig wahrgenommen.

Muss Beschilderung Brandschutzvorgaben erfüllen?

In Veranstaltungsräumen können Brandschutzanforderungen gelten, etwa die Klassifizierung nach ÖNORM EN 13501-1. Klären Sie die Vorgaben früh mit der Location, auch zu erlaubten Befestigungen.

Zusammenfassung

Ein gutes Wegeleitsystem führt Teilnehmer vom Empfang über Wegweiser bis zur Raumbeschilderung und nimmt Druck vom Organisationsteam. Schilder sollten groß genug sein (rund 3,5-4 m Sichtdistanz pro 1 cm Buchstabenhöhe), in Augenhöhe hängen und an Entscheidungspunkten stehen. Material und Brandschutz richten sich nach der Location, ein einheitliches Design verbindet Orientierung und Branding. Nachhaltige Materialien und wiederverwendbare Systeme sind möglich. Für ein abgestimmtes Set und nachhaltige Papieroptionen beraten wir Sie gerne über Kontakt.