Ein City-Light-Plakat wird im Format von rund 118,5 bis 119 x 175 Zentimetern im Hochformat gedruckt, entspricht also dem 4/1-Bogen. Sichtbar ist davon in der Vitrine nur etwa 115 x 171 Zentimeter, je nach Hersteller auch weniger. Dieser Randverlust von etwa 3 bis 7 Zentimetern rundum entscheidet darüber, wie weit außen Text und Logo stehen dürfen.
Die häufigste Panne beim City-Light-Plakat passiert nicht im Druck, sondern im Rahmen. Das Motiv kommt sauber aus der Maschine, wird in die Vitrine eingesetzt, und dann fehlt am unteren Rand ein Stück der Telefonnummer. Nicht weil falsch gedruckt wurde, sondern weil das Layout bis an die Kante des Druckformats gerechnet hat.
Der Grund ist eine Unterscheidung, die in den meisten Formatlisten untergeht: Druckformat und Sichtformat sind beim City-Light-Poster nicht dasselbe. Das Plakat wird hinter Glas in einen Rahmen gespannt, und dieser Rahmen verdeckt rundum einige Zentimeter. Wer nur die eine Zahl kennt, plant an der anderen vorbei.
Dieser Beitrag nennt beide Maße, ordnet das City-Light-Plakat gegen die verwandten Formate ein und zeigt, was der Randverlust praktisch für Typografie und Bildaufbau bedeutet.
Das sollten Sie wissen
- Druckformat rund 118,5 bis 119 x 175 cm im Hochformat, entspricht dem 4/1-Bogen.
- Sichtbar bleiben nur etwa 115 x 171 cm, bei manchen Vitrinen bis herunter zu 112 x 166 cm.
- Halten Sie wichtige Inhalte deutlich innerhalb der Sichtfläche, nicht nur innerhalb des Druckformats.
- Die City-Light-Säule nutzt dieselbe Breite bei doppelter Höhe, rund 119 x 350 cm.
Druckformat und Sichtformat auseinanderhalten
Das City-Light-Poster ist ein hinterleuchtetes Plakat in einer verglasten Vitrine, typischerweise an Bushaltestellen, in Fußgängerzonen und in Einkaufszentren. Aus Frankreich kommend wurde es Mitte der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum eingeführt und hat sich als Standardmedium der Innenstadtwerbung etabliert.
Der Aufbau erklärt den Formatunterschied. Das gedruckte Blatt wird hinter Glas eingesetzt und an den Kanten von einem Rahmen gehalten. Dieser Rahmen ist konstruktiv nötig, verdeckt aber rundum Material. Je nach Vitrinenhersteller gehen dabei etwa 3 bis 7 Zentimeter verloren.
Daraus folgt die einzige Regel, die für das Layout wirklich zählt. Der Hintergrund darf und soll bis an die Kante des Druckformats laufen, damit kein weißer Rand entsteht. Alle Inhalte, die gelesen werden sollen, gehören dagegen in die Sichtfläche, und dort mit zusätzlichem Abstand zum Rand.
Wie groß ist ein City-Light-Poster genau?
Das Druckformat liegt bei rund 118,5 bis 119 Zentimetern Breite und 175 Zentimetern Höhe im Hochformat. Das entspricht in der Bogensystematik dem 4/1-Bogen. Die sichtbare Fläche in der Vitrine beträgt üblicherweise etwa 115 x 171 Zentimeter, bei manchen Konstruktionen auch nur etwa 112 x 166 Zentimeter.
Die Spanne ist der Grund, warum eine pauschale Zahl in die Irre führt. Wenn Sie eine konkrete Kampagne planen, fragen Sie beim Betreiber der Flächen das Datenblatt für die gebuchten Standorte an. Die Betreiber geben Druck- und Sichtformat getrennt an, und diese Angabe schlägt jede allgemeine Formatliste.
City-Light-Poster, Säule und Großfläche im Vergleich
Die drei gängigen Außenwerbeformate unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern auch im Standort und damit in der Betrachtungssituation. Das wirkt sich direkt auf die Gestaltung aus.
| Medium | Druckformat (B x H) | Sichtformat (ca.) | Bogen | Typische Standorte |
|---|---|---|---|---|
| City-Light-Poster | 118,5 bis 119 x 175 cm | 115 x 171 bis 112 x 166 cm | 4/1 | Haltestellen, Fußgängerzone, Malls |
| City-Light-Säule | 118,5 bis 119 x 350 cm | 115 x 342 bis 115 x 340 cm | doppelte Höhe | Innenstädte, Plätze, Fußgängerbereiche |
| Großflächenplakat | 356 x 252 cm | ca. 340 x 240 cm | 18/1 | Einfallsstraßen, Hauptstraßen |
Quelle: eigene Zusammenstellung aus Betreiber- und Fachangaben (2018 bis 2024), ergänzt um die Produktionspraxis von Druckerei-Register. Die Maße variieren je nach Vitrinenhersteller, verbindlich ist das Datenblatt des jeweiligen Flächenbetreibers.
Die aufschlussreichste Spalte ist die letzte. Ein City-Light-Poster wird im Stehen oder Gehen aus wenigen Metern betrachtet, oft während einer Wartezeit. Ein Großflächenplakat wird aus dem fahrenden Auto in Sekundenbruchteilen wahrgenommen. Dasselbe Motiv funktioniert nicht in beiden Situationen, auch wenn es technisch skalierbar ist.
Was ist der Unterschied zwischen City-Light-Poster und City-Light-Säule?
Die Breite ist identisch, die Höhe verdoppelt sich auf rund 350 Zentimeter. Die Säule steht frei im Raum und ist häufig von mehreren Seiten einsehbar, während das Poster in einer Vitrine an einer Wand oder einem Wartehäuschen sitzt.
Für die Gestaltung heißt das vor allem, dass bei der Säule die vertikale Blickführung wichtiger wird. Der obere Bereich wird aus der Distanz zuerst wahrgenommen, der untere erst im Näherkommen. Ein Motiv, das für das kürzere Posterformat gebaut wurde, wirkt auf der Säule schnell gestreckt und verliert seine Mitte.
Gestaltung für hinterleuchtete Flächen
Ein City-Light-Plakat wird von hinten beleuchtet, und das verändert die Farbwirkung gegenüber einem normalen Papierplakat spürbar. Helle Flächen strahlen stärker, dunkle Bereiche wirken satter, und feine Tonwertabstufungen in den Tiefen verlieren sich eher.
Praktisch bedeutet das zwei Dinge. Erstens funktionieren kräftige, klar getrennte Farbflächen besser als weiche Verläufe mit vielen Zwischentönen. Zweitens ist heller Text auf dunklem Grund im hinterleuchteten Zustand oft lesbarer als umgekehrt, weil die Schrift dann selbst leuchtet statt gegen eine leuchtende Fläche anzukämpfen.
Bei der Schriftgröße gilt die übliche Regel für Außenwerbung: lieber ein Element groß als drei Elemente mittelgroß. Ein City-Light-Poster wird typischerweise wenige Sekunden angesehen, häufig aus zwei bis fünf Metern. Eine Kernbotschaft, ein Absender und höchstens eine Kontaktangabe sind in dieser Zeit erfassbar, ein Fließtext nicht.
Wie lege ich die Druckdatei für ein City-Light-Plakat an?
Legen Sie das Dokument im Druckformat an, also bei rund 119 x 175 Zentimetern, und lassen Sie den Hintergrund bis an die Kante laufen. Definieren Sie zusätzlich eine Sicherheitszone, die dem Sichtformat entspricht, und halten Sie alle wichtigen Inhalte darin. Die konkrete Beschnittzugabe und den Farbraum gibt Ihre Druckerei vor.
Zur Auflösung: Die im Bogendruck übliche Faustregel von 300 dpi gilt hier nicht. Weil das Plakat aus mehreren Metern betrachtet wird, genügen deutlich geringere Werte, und die Datei bleibt handhabbar. Welche Auflösung sinnvoll ist und worauf Sie beim Anlegen sonst achten müssen, haben wir in einem eigenen Beitrag zum Erstellen von Druckdaten zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist mein Plakat in der Vitrine kleiner als gedruckt?
Weil der Rahmen der Vitrine rundum einige Zentimeter überdeckt, üblicherweise zwischen 3 und 7. Das ist konstruktiv bedingt und kein Fehler. Deshalb wird im Druckformat angelegt, aber im Sichtformat gestaltet.
Kann ich ein City-Light-Plakat im Querformat gestalten?
Die Vitrine ist im Hochformat gebaut, das Format ist also vorgegeben. Ein querformatiges Motiv lässt sich zwar hineinsetzen, verschenkt dann aber oben und unten Fläche. Für querformatige Motive eignet sich eher das Großflächenplakat.
Welches Papier wird für City-Light-Poster verwendet?
Für hinterleuchtete Vitrinen kommt Material zum Einsatz, das Licht gleichmäßig durchlässt, ohne dass die Rückseite durchscheint. Welche Sorte konkret passt, hängt von der Vitrine und der Leuchtstärke ab und wird bei der Produktion festgelegt.
Gilt dasselbe Format auch außerhalb des deutschsprachigen Raums?
Das City-Light-Format ist europaweit weitgehend vereinheitlicht, es gibt aber Abweichungen zwischen Ländern und Betreibern. Bei internationalen Kampagnen holen Sie die Datenblätter je Markt ein, statt ein Format zu übernehmen.
Im Druckformat anlegen, im Sichtformat gestalten
Am Anfang stand die abgeschnittene Telefonnummer, und ihre Ursache war kein Druckfehler. Sie lag darin, dass zwei verschiedene Maße unter einem Namen laufen und in den meisten Formatlisten nur eines davon auftaucht.
Wer sich merkt, dass rund 119 x 175 Zentimeter gedruckt und etwa 115 x 171 Zentimeter gesehen werden, hat den entscheidenden Teil verstanden. Der Hintergrund läuft bis zur Kante, die Inhalte bleiben innen, und für die konkrete Kampagne gibt das Datenblatt des Flächenbetreibers die verbindliche Zahl.
Wenn Sie eine Plakatkampagne vorbereiten und wissen möchten, welche Formate und Materialien zu Ihren gebuchten Flächen passen, sprechen Sie mit uns. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch gehen wir Format, Sichtfläche und Zeitplan konkret durch, auf Wunsch mit nachhaltigen Papieroptionen aus FSC-zertifizierten oder Recyclingmaterialien.
Zusammenfassung
Ein City-Light-Plakat wird bei rund 118,5 bis 119 x 175 Zentimetern im Hochformat gedruckt und entspricht damit dem 4/1-Bogen. In der Vitrine sichtbar bleiben nur etwa 115 x 171 Zentimeter, bei manchen Konstruktionen bis herunter zu 112 x 166 Zentimeter, weil der Rahmen rundum 3 bis 7 Zentimeter überdeckt. Der Hintergrund wird deshalb bis an die Kante des Druckformats angelegt, alle wichtigen Inhalte bleiben innerhalb der Sichtfläche. Die City-Light-Säule nutzt dieselbe Breite bei rund 350 Zentimetern Höhe, das Großflächenplakat misst 356 x 252 Zentimeter. Verbindlich ist immer das Datenblatt des Flächenbetreibers.